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processpitch DER TALK #95, "KI ZERSTÖRT BPM", Gäste: Stephan Heigl und Christoph Lücke
Beschreibung
Zerstört Künstliche Intelligenz das klassische Business Process Management (BPM)? Ja, im Sinne einer **kreativen Zerstörung**! KI ist kein Allheilmittel, sondern ein mächtiger Tritt in den Hintern, der BPM dazu zwingt, sich von rein aktivitätsbezogenen Folklore-Prozessen zu lösen und auf ein völlig neues Niveau zu steigen.
Das unumstößliche Fazit: Je unberechenbarer KI-Systeme agieren, desto dringender wird das prozessuale Korsett. BPM bleibt der unverzichtbare Rahmen, um der neuen Unbekannten ein festes Regelwerk zu verpassen.
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#### Highlights und Learnings der Episode:
* **Das McKinsey-Dilemma (Value vs. Hype):** Die großen Studien zum Jahreswechsel 2025/2026 zeigen eine klare Frustration. Trotz des massiven Ausrollens von generativer und agentischer KI korreliert die Technologie nicht mit einem messbaren Wertzuwachs (Value) für die Unternehmen. Der Grund: Es fehlen die End-to-End-Prozessbrille und die Ausrichtung am großen Ganzen.
* **Kreative KI im Frontloading (Christophs Hometurf):** Statt blindlings Tools in den Raum zu werfen, nutzt Christoph Lücke KI strategisch in der Konzeptionsphase. Über Workshop-Formate und ein exklusiv entwickeltes „Prompt Playbook“ wird generative KI als Sparringspartner für das Redesign von Prozessen genutzt, um eine klare digitale Ambition auf Führungsebene zu formen.
* **Agentische KI in der Umsetzung (Stephans Hometurf):** Stephan Heigl integriert KI direkt in die Orchestrierungslösung. Das beginnt extrem niederschwellig beim Strukturieren von unvollständigen Eingangsdaten (z. B. Kundenbriefen) und reicht bis hin zu echten autonomen Entscheidungen (*Agentic AI*).
* **Der kritische Skills-Shift im Prozessmanagement:** Der klassische Berater, der nur stur Kästchen und Linien verschiebt, stirbt aus. Der moderne Prozessmanager muss mehr und mehr Daten und Wissen kuratieren (*Knowledge Management*). Gefragt ist Organisationsentwicklungskompetenz: Agenten müssen wie Abteilungen oder „Kreise“ behandelt werden, denen man einen klaren Zweck, Arbeitsmittel und strikte Compliance-Grenzen mitgibt.
* **Die Gefahr der ungesteuerten Blackbox:** Autonome Agentensysteme neigen durch ihren probabilistischen Ansatz zu unvorhersehbaren Fehlern. Ohne die Kontrolle durch eine zentrale Orchestrierungs-Engine besteht die Gefahr, im laufenden Betrieb Millionen an Token-Kosten blind zu verspielen oder sensible Datenbanken zu kompromittieren.
* **Das Veto des Betriebs:** Die Praxis zeigt oft, dass vollmundig grüne KI-Projekte auf den letzten Metern scheitern, weil sich der IT-Betrieb weigert, ein non-triviales System („A ist nicht immer gleich B“) produktiv zu nehmen. Vertrauen entsteht nur schrittweise über klare Risikobetrachtungen und messbare KPIs.
**Der Ausweg aus dem POC-Friedhof:**
Wer Erfolg haben will, darf nicht mit dem Tool einreiten und nach passenden Problemen suchen. Die Experten empfehlen ein strukturiertes Vorgehen: Erst den Prozess analysieren, überflüssige Aktivitäten radikal eliminieren und das verbleibende Skelett gezielt über dezentrale COEs (Centers of Excellence) automatisieren.
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#### Die harten Fakten (Timeline):
00:06 - Intro: Moin zusammen & Die Band-Gründungspläne im Studio
03:48 - Die Provokation: Warum der Titel bewusst ohne Satzzeichen auskommt
05:16 - 7 Jahre Erfahrungswissen: Stephan Heigl über die Evolution der KI im Prozessumfeld
07:25 - Frontloading vs. Umsetzung: Wie sich kreative und operative KI ergänzen
09:30 - Status quo: Was macht klassisches Business Process Management eigentlich aus?
14:33 - Die McKinsey-Erkenntnis 2026: Warum KI-Agenten ohne BPM keinen Value liefern
19:17 - Die 9-Sekunden-Warnung: Wenn die agentische KI Deine Database löscht
22:35 - Die Stufen der Prozessgestaltung: Vom einzelnen Task zum autonomen Generator
27:50 - Schnelle Time-to-Value: Strukturierung von unstrukturierten Eingangsdaten (Briefe/Mails)
30:06 - Holokratie im Code: Warum Agenten wie organisatorische Kreise definiert werden müssen
32:54 - Das Ende des Kästchenschiebens: Warum der künftige Berater mehrere Domänen braucht
35:40 - Das Bern-Rücker-Prinzip: Wie kommt KI vertrauensvoll und produktiv in die Runtime?
38:38 - Die 95%-Hürde: Welchen Fehler machen Unternehmen bei ihren KI-POCs?
41:07 - Botsitting und Ohrenlangziehen: Wer trägt die finale Ergebnisverantwortung?
44:10 - Dezentrale COEs: Das Kontextwissen direkt in den Fachabteilungen verankern
47:01 - Anekdote aus Wien: Wenn der Betrieb die Freigabe des KI-Systems blockiert
53:48 - Digitales Führen: Warum Change Management nichts mit der Technologie zu tun hat
58:03 - Kuratieren statt Modellieren: Klassisches Knowledge Management feiert sein Comeback
01:03:38 - Prozessgeführte Automatisierung: Das rettende Corsett für unberechenbare Agenten
01:06:42 - Der Strategy Signal Workshop: Gemeinsames Commitment auf C-Level-Ebene herbeiführen
01:09:36 - Das Wiener Meetup: Warum der kleine, hybride Club-Austausch die großen Stadien schlägt
#bpmn #phactum
Das unumstößliche Fazit: Je unberechenbarer KI-Systeme agieren, desto dringender wird das prozessuale Korsett. BPM bleibt der unverzichtbare Rahmen, um der neuen Unbekannten ein festes Regelwerk zu verpassen.
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#### Highlights und Learnings der Episode:
* **Das McKinsey-Dilemma (Value vs. Hype):** Die großen Studien zum Jahreswechsel 2025/2026 zeigen eine klare Frustration. Trotz des massiven Ausrollens von generativer und agentischer KI korreliert die Technologie nicht mit einem messbaren Wertzuwachs (Value) für die Unternehmen. Der Grund: Es fehlen die End-to-End-Prozessbrille und die Ausrichtung am großen Ganzen.
* **Kreative KI im Frontloading (Christophs Hometurf):** Statt blindlings Tools in den Raum zu werfen, nutzt Christoph Lücke KI strategisch in der Konzeptionsphase. Über Workshop-Formate und ein exklusiv entwickeltes „Prompt Playbook“ wird generative KI als Sparringspartner für das Redesign von Prozessen genutzt, um eine klare digitale Ambition auf Führungsebene zu formen.
* **Agentische KI in der Umsetzung (Stephans Hometurf):** Stephan Heigl integriert KI direkt in die Orchestrierungslösung. Das beginnt extrem niederschwellig beim Strukturieren von unvollständigen Eingangsdaten (z. B. Kundenbriefen) und reicht bis hin zu echten autonomen Entscheidungen (*Agentic AI*).
* **Der kritische Skills-Shift im Prozessmanagement:** Der klassische Berater, der nur stur Kästchen und Linien verschiebt, stirbt aus. Der moderne Prozessmanager muss mehr und mehr Daten und Wissen kuratieren (*Knowledge Management*). Gefragt ist Organisationsentwicklungskompetenz: Agenten müssen wie Abteilungen oder „Kreise“ behandelt werden, denen man einen klaren Zweck, Arbeitsmittel und strikte Compliance-Grenzen mitgibt.
* **Die Gefahr der ungesteuerten Blackbox:** Autonome Agentensysteme neigen durch ihren probabilistischen Ansatz zu unvorhersehbaren Fehlern. Ohne die Kontrolle durch eine zentrale Orchestrierungs-Engine besteht die Gefahr, im laufenden Betrieb Millionen an Token-Kosten blind zu verspielen oder sensible Datenbanken zu kompromittieren.
* **Das Veto des Betriebs:** Die Praxis zeigt oft, dass vollmundig grüne KI-Projekte auf den letzten Metern scheitern, weil sich der IT-Betrieb weigert, ein non-triviales System („A ist nicht immer gleich B“) produktiv zu nehmen. Vertrauen entsteht nur schrittweise über klare Risikobetrachtungen und messbare KPIs.
**Der Ausweg aus dem POC-Friedhof:**
Wer Erfolg haben will, darf nicht mit dem Tool einreiten und nach passenden Problemen suchen. Die Experten empfehlen ein strukturiertes Vorgehen: Erst den Prozess analysieren, überflüssige Aktivitäten radikal eliminieren und das verbleibende Skelett gezielt über dezentrale COEs (Centers of Excellence) automatisieren.
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#### Die harten Fakten (Timeline):
00:06 - Intro: Moin zusammen & Die Band-Gründungspläne im Studio
03:48 - Die Provokation: Warum der Titel bewusst ohne Satzzeichen auskommt
05:16 - 7 Jahre Erfahrungswissen: Stephan Heigl über die Evolution der KI im Prozessumfeld
07:25 - Frontloading vs. Umsetzung: Wie sich kreative und operative KI ergänzen
09:30 - Status quo: Was macht klassisches Business Process Management eigentlich aus?
14:33 - Die McKinsey-Erkenntnis 2026: Warum KI-Agenten ohne BPM keinen Value liefern
19:17 - Die 9-Sekunden-Warnung: Wenn die agentische KI Deine Database löscht
22:35 - Die Stufen der Prozessgestaltung: Vom einzelnen Task zum autonomen Generator
27:50 - Schnelle Time-to-Value: Strukturierung von unstrukturierten Eingangsdaten (Briefe/Mails)
30:06 - Holokratie im Code: Warum Agenten wie organisatorische Kreise definiert werden müssen
32:54 - Das Ende des Kästchenschiebens: Warum der künftige Berater mehrere Domänen braucht
35:40 - Das Bern-Rücker-Prinzip: Wie kommt KI vertrauensvoll und produktiv in die Runtime?
38:38 - Die 95%-Hürde: Welchen Fehler machen Unternehmen bei ihren KI-POCs?
41:07 - Botsitting und Ohrenlangziehen: Wer trägt die finale Ergebnisverantwortung?
44:10 - Dezentrale COEs: Das Kontextwissen direkt in den Fachabteilungen verankern
47:01 - Anekdote aus Wien: Wenn der Betrieb die Freigabe des KI-Systems blockiert
53:48 - Digitales Führen: Warum Change Management nichts mit der Technologie zu tun hat
58:03 - Kuratieren statt Modellieren: Klassisches Knowledge Management feiert sein Comeback
01:03:38 - Prozessgeführte Automatisierung: Das rettende Corsett für unberechenbare Agenten
01:06:42 - Der Strategy Signal Workshop: Gemeinsames Commitment auf C-Level-Ebene herbeiführen
01:09:36 - Das Wiener Meetup: Warum der kleine, hybride Club-Austausch die großen Stadien schlägt
#bpmn #phactum